Konsultation „Prioritäten und Bedürfnisse der neuen unabhängigen Staaten (NUS) im Bereich Umwelt und Gesundheit“, Duschanbe (Tadschikistan), 26.–27. Oktober 2009

Die Fünfte Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit (Parma, 2010) war eine Chance, über konkrete Maßnahmen und Prioritäten für den Prozess Umwelt und Gesundheit zu diskutieren – eine der erklärten Prioritäten für die NUS.

Ziele und Teilnehmer

Die Teilnehmer bestimmten Handlungsprioritäten für die internationale Zusammenarbeit in den NUS, die in die Arbeit der Konferenz einfließen sollten.

Tagesordnung und Ergebnisse

Die Teilnehmer erörterten die Bedürfnisse der NUS, namentlich in folgenden Bereichen:

  • Umwelt- und Gesundheitsinformationssysteme;
  • Wassersicherheit und Zugang zur Wasserver- und Abwasserentsorgung;
  • Klimawandel und die Fähigkeit der Gesundheitssysteme in den NUS, geeignete Handlungskonzepte und Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit durchzuführen;
  • Umsetzung der nationalen Aktionspläne für die Verbesserung von Gesundheit und Umwelt der Kinder (CEHAP);
  • Fragen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes von gemeinsamem Interesse und Anforderungen an die technische Unterstützung.

Die Teilnehmer entwarfen eine Erklärung zur Vorlage an die Konferenz im Namen der NUS und schlugen Textpassagen vor, die in die Erklärung der Konferenz aufgenommen werden sollten.

Die wichtigsten konkreten Ergebnisse waren:

  • Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses in Bezug auf die nächsten Schritte zur Schaffung einheitlicher und vergleichbarer Indikatoren in den NUS;
  • Ermittlung gemeinsamer Handlungsfelder und Prioritäten, um den Zugang zu sicheren Wasservorräten und sanitären Einrichtungen sowie deren Verfügbarkeit zu verbessern und die Fähigkeit zu erhöhen, den Zugang zu Wasser als festen Bestandteil eines sektorübergreifenden Konzeptes zum Schutz der Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels zu verankern;
  • Einigung auf Prioritäten und entsprechende auf Kinder zugeschnittene Maßnahmen, die im Rahmen des Engagements der NUS für den Aktionsplan zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der Europäischen Region der WHO (CEHAPE) umgesetzt werden sollen;
  • Ermittlung von Chancen für eine Zusammenarbeit mit Nachbarländern, internationalen staatlichen Organisationen und anderen internationalen Akteuren mit dem Ziel der Verwirklichung all dieser Ziele.

Die Veranstaltung bot außerdem führenden Entscheidungsträgern und Akteuren aus den NUS eine gute Gelegenheit, die nächsten Schritte im Reformprozess sowie Fragen der Regulierung und Finanzierung des öffentlichen Gesundheitswesens zu erörtern und dabei an die Ergebnisse einer im November 2008 in Kirgisistan abgehaltenen Konsultation anzuschließen.

Die Konsultation fand auf Einladung des Gesundheitsministeriums Tadschikistans statt, das zusammen mit Norwegen die Federführung für die Behandlung von Sachfragen in Verbindung mit dem ersten vorrangigen Ziel aus dem CEHAPE-Aktionsplan (Wasser und Gesundheit) innehatte. Sie wurde vom WHO-Regionalbüro für Europa zusammen mit dem WHO-Länderbüro in Tadschikistan organisiert. Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Regierungen Luxemburgs und Deutschlands, vom Regionalbüro und vom tadschikischen Gesundheitsministerium.