Konsultation „Prioritäten und Bedürfnisse der Länder Südosteuropas im Bereich Umwelt und Gesundheit“ , Belgrad (Serbien), 24.–25. September 2009

Die Ansprechpersonen im Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerk und für den Prozess Umwelt und Gesundheit bestimmten als Beitrag zur Arbeit der Fünften Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit Handlungsprioritäten und Chancen für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Ländern Südosteuropas.

Chemikalien und Schwermetalle, Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie Lebensmittelsicherheit und Abfallwirtschaft wurden als vorrangige umweltbedingte Gesundheitsgefahren in Südosteuropa erkannt, die durch soziale, ökonomische und umweltbedingte Ungleichheiten noch verschärft werden. Die Teilnehmer forderten eine Stärkung, Anwendung und Durchsetzung von Politikinstrumenten zum Schutz der Gesundheit, insbesondere durch ordnungspolitische Maßnahmen, geeignetes Daten- und Informationsmaterial und eine angemessene Anerkennung und Finanzierung von Maßnahmen im Bereich Umwelt und Gesundheit. Sie diskutierten über unterstützende Maßnahmen zur Verhütung von Schäden und zum Schutz der Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels. Ferner brachten sie die Bereitschaft der Länder Südosteuropas zum Ausdruck, ihre Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch mit anderen Ländern der Region zu intensivieren.

Die Teilnehmer entwarfen eine Erklärung zur Vorlage an die Konferenz im Namen der südosteuropäischen Länder und schlugen Textpassagen vor, die in die Erklärung der Konferenz aufgenommen werden sollten.

Die Konsultation fand auf Einladung des serbischen Gesundheitsministeriums statt und wurde von Montenegro als dem federführenden Land für das Projekt Umwelt und Gesundheit im Rahmen des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks vorbereitet; ferner beteiligt waren das WHO-Regionalbüro für Europa und das WHO-Länderbüro in Serbien. Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Regierungen Luxemburgs und Deutschlands, vom Regionalbüro und vom serbischen Gesundheitsministerium.