Internationales gesundheitspolitisches Symposium über Umwelt- und Gesundheitsforschung , Madrid, 20.–22. Oktober 2008

WHO/Vitali Shkaruba

A Symposium to bridge the gap between science and policy was held in preparation of the Fifth Ministerial Conference on Environment and Health
Wissenschaft als Voraussetzung und Folge der Politik: Der Brückenschlag

Auf dem Symposium wurden den anwesenden politischen Entscheidungsträgern im Vorfeld der 2010 stattfindenden Fünften Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit, dem nächsten Meilenstein im Prozess Umwelt und Gesundheit, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse präsentiert.

Zu den nächsten Schritten bei der Überbrückung der Kluft zwischen Forschungsergebnissen und politischen Entscheidungen gehören wichtige kulturelle Umstellungen, bei denen die Komplexität und Interdependenz gesundheitlicher Auswirkungen multipler Umwelteinflüsse, die Bedürfnisse gefährdeter Bevölkerungsgruppen, die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im Hinblick auf Entscheidungsprozesse bei fehlender Gewissheit, die Bedeutung der Förderung einer frühzeitigeren Beteiligung der Akteure und die Verbesserung der Transparenz in der Kommunikation, einschließlich einer Beteiligung der Medien, allesamt zu berücksichtigen sind.

Eine nachhaltige Umstellung erfordert neue Instrumente wie verbesserte Risikobewertungsmethoden, Empfehlungen zur Anwendung von Vorsorgemaßnahmen und die Schaffung institutioneller Rahmenbedingungen, die die Integration verschiedener Disziplinen und eine Zusammenarbeit zwischen staatlichen Ressorts erleichtern, bessere Fähigkeiten zur Bewertung der Auswirkungen von Maßnahmen sowie die Bereitstellung von Mitteln für nachhaltige Investitionen in den Aufbau personeller Kapazitäten, die für nachhaltige Veränderungen erforderlich sind.

Mechanismen zur Erleichterung des Dialogs zwischen Politik und Wissenschaft, der den Entscheidungsträgern den Zugang zur Forschung erleichtert und nationale Kapazitäten schafft, würden die Chancen dafür vergrößern, die Forschung näher an den Entscheidungsprozess zu rücken. Als Wissensvermittlerin könnte die WHO den Zugang zur internationalen Spitzenforschung erleichtern und mit nationalen Politikern und Wissenschaftlern auf nationaler Ebene darauf hinarbeiten, dass die Entscheidungsfindung örtlich und zeitlich bedarfsgerecht unterstützt wird.