Hintergrund

Die gesundheitspolitische Landschaft in der Europäischen Region wird durch eine Reihe von globalen Trends rapide verändert. Einige davon haben direkt mit der Krankheitslast und der Gesundheit der Bevölkerung zu tun, etwa die wachsende Bedeutung nichtübertragbarer Krankheiten im Hinblick auf die Mortalität oder die manchmal unvorhersehbaren Auswirkungen von Klimawandel und Umweltbelastungen auf die öffentliche Gesundheit. Andere Trends wirken sich weniger direkt auf die Gesundheit aus; so hat z. B. der demografische Wandel dazu geführt, dass die Bevölkerung mobiler und städtischer geworden ist, aber auch rapide altert.

Weitere anhaltende Herausforderungen sind die wachsenden gesundheitlichen Ungleichheiten, der (durch die Finanzkrise verschärfte) Mangel an Ressourcen, Entwicklungsprobleme und – nur allzu oft – geschwächte Gesundheitsinstitutionen, deren Einfluss nicht bis zu den sektorübergreifenden Handlungsfeldern reicht, in denen er am dringendsten benötigt wird.

Schließlich haben die Fortschritte in Technologie und Kommunikationstechnik zwar zu einem Anstieg der Gesundheitskosten geführt und die Notwendigkeit einer transparenten Politikgestaltung erhöht, doch gleichzeitig auch das aktive Interesse der Öffentlichkeit an Gesundheitsthemen verstärkt und ungeahnte Möglichkeiten für die Verzahnung und das Zusammenwirken zwischen verschiedenen Akteuren eröffnet.

Vor diesem Hintergrund wollen die nationalen Gesundheitsbehörden und das WHO-Regionalbüro für Europa einen Kurs für gemeinsames Handeln zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen abstecken.