Nichtübertragbare Krankheiten und Entwicklung

Einige Teile der Europäischen Region der WHO erleben in jüngster Zeit die einschneidenden Folgen sozialer und ökonomischer Umwälzungen, bei denen eine schwere Rezession und gravierende Ungleichheiten Menschenleben kosten. Auch wenn sich mittlerweile in vielen der fraglichen Länder der Region Aufschwung und Wachstum eingestellt haben, so machen sich dort doch immer noch die Folgen der unerträglich hohen Krankheitslast aufgrund vermeidbarer nichtübertragbarer Krankheiten sowie die begrenzte Handlungsfähigkeit des Staates bemerkbar.

In anderen Teilen der Europäischen Region gilt es in erster Linie, auf die Finanzkrise zu reagieren, Wachstum und Innovation anzustreben, die Ausgaben zu senken und die Rolle des Staates im Leben der Menschen zu überdenken.

Die Konferenz bietet die Gelegenheit zur Untersuchung von Möglichkeiten, um

  • die Belastung durch nichtübertragbare Krankheiten zu reduzieren und eine Beeinträchtigung der in den vergangenen drei Jahrzehnten erzielten Zugewinne im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu vermeiden, 
  • die engen Zusammenhänge zwischen nichtübertragbaren Krankheiten und Entwicklung in epidemiologischer, sozialer, politischer und historischer Hinsicht zu untersuchen,
  • die Notwendigkeit von Investition und Rendite innerhalb eines Politikzyklus darzustellen und
  • auf der Ebene der Europäischen Region Chancen für Handeln und Zusammenarbeit mit dem Ziel der Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten sowie nationale Initiativen zur Auseinandersetzung mit ihnen aufzuzeigen.