Ein tabakfreies Europa

Im Jahr 2003 nahm die Weltgesundheitsversammlung das Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (WHO FCTC) an. Doch zehn Jahre später steht die Europäische Region immer noch vor sich verschärfenden Ungleichheiten zwischen wie auch innerhalb von Ländern. Auch wenn manche Mitgliedstaaten inzwischen historisch niedrige Prävalenzraten für Tabakkonsum haben, so weist doch Europa insgesamt von allen WHO-Regionen die höchste Prävalenz des Rauchens auf.

In absoluten Zahlen hat die Europäische Region die höchste Zahl von Vertragsstaaten des Tabakrahmenübereinkommens. Zahlreiche Länder haben vorbildliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Tabakgebrauchs ergriffen und Handlungskonzepte eingeführt, die u. a. Preiserhöhungen, Werbeverbote, rauchfreie öffentliche Räume und bildliche Warnhinweise auf Verpackungen beinhalten. Diese Maßnahmen tragen bereits Früchte: in Form einer messbaren Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung. Doch die Europäische Region hat bis zur vollständigen Umsetzung des Rahmenübereinkommens noch einen langen Weg vor sich.

Die Konferenz wird sich mit mehreren Fragestellungen befassen.

  • Kann die Europäische Region eine umfassendere Umsetzung des Rahmenübereinkommens anstreben?
  • Wie werden Erkenntnisse in Handlungskonzepte umgesetzt?
  • Stehen geeignete Mechanismen zur Rechenschaftslegung und Erfolgskontrolle bereit?
  • Können wir eine Zukunftsvision von einem tabakfreien Europa ins Auge fassen?
  • Ist die Europäische Region entschlossen, sich gegen die zunehmende Einmischung der Tabakindustrie zur Wehr zu setzen?