Welt-Tuberkulose-Tag 2014: Verstärkung der Anstrengungen zur Eliminierung der Tuberkulose bis 2050

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WHO/Maxim Dondyuk

Doctor examining a TB patient in a health care centre in Ukraine

24. März 2014

Zur weltweiten Eliminierung der Tuberkulose und zur Bewältigung von Auftreten und Ausbreitung der resistenten Formen der Krankheit sind größere Anstrengungen erforderlich. Seit der Annahme des Konsolidierten Aktionsplans für die Prävention und Bekämpfung von multiresistenter und extensiv resistenter Tuberkulose (MDR/XDR-Tb) in der Europäischen Region der WHO (2011–2015) haben die Länder der Region viel Arbeit geleistet, u. a. in den Bereichen Diagnose und der Therapie. Doch dies reicht noch nicht aus. Deshalb fordert das WHO-Regionalbüro für Europa die Mitgliedstaaten dringend auf, ihre Anstrengungen zu intensivieren, um das Ziel der weltweiten Eliminierung der Tuberkulose bis zum Jahr 2050 zu erreichen.

Zur Verwirklichung dieses Ziels ist es entscheidend, dass nicht nur die Hälfte, sondern alle Patienten frühzeitig diagnostiziert werden und eine vollständige Behandlung erhalten, Ferner werden neue Antituberkulotika benötigt, die mit kürzeren und wirksameren Behandlungsplänen verbunden sind, die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientieren.

Die Herausforderung durch medikamentenresistente Tuberkulose in der Europäischen Region der WHO

Die medikamentenresistente Tuberkulose ist eine besondere Herausforderung für die Europäische Region, zu der 15 der weltweit 27 Hochprävalenzländer der MDR-Tb gehören. Trotz der Verbesserungen in Diagnostik und Behandlung erfolgt aufgrund begrenzter Laborkapazitäten bei weniger als der Hälfte der geschätzten Fälle von MDR-Tb in der Region eine Diagnose, und die Behandlung ist nach Meldungen nur in der Hälfte der bestätigten Fälle erfolgreich.

Veröffentlichung eines neuen Berichts

Der jährlich am 24. März begangene Welt-Tuberkulose-Tag erinnert an den Tag im Jahr 1882, an dem Dr. Robert Koch seine Entdeckung des Tuberkulose verursachenden Bakteriums verkündete.

Das WHO-Regionalbüro für Europa und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) wird am Welt-Tuberkulose-Tag 2014 einen neuen Bericht veröffentlichen, der einen Eindruck von der Belastung der Europäischen Region durch Tuberkulose und MDR-Tb vermittelt. Die Präsentation erfolgt auf einer hochrangigen Veranstaltung am 24. März in Kopenhagen, an der Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, und Marc Sprenger, Leiter des ECDC, teilnehmen werden. Dabei werden Repräsentanten der maßgeblichen Interessengruppen sowie der diplomatischen Vertretungen in Dänemark über Fortschritte, Herausforderungen und neue Maßnahmen in der Tuberkulosebekämpfung diskutieren. Durch die gleichzeitige Veröffentlichung eines Fotobandes mit Fallgeschichten von Patienten soll die Bedeutung einer patientengerechten Versorgung unterstrichen werden.