Herbstseminar über Gesundheitsinformationen und Evidenz für die Politikgestaltung

Warschau, 20.–24. Oktober 2014

Mit dem Herbstseminar 2014, das in diesem Jahr in Polen stattfindet, soll an den Erfolg der im vergangenen Jahr in der Türkei erstmals abgehaltenen Veranstaltung angeknüpft werden. An den insgesamt fünf Tagen wird sich das Seminar mit dem gesamten Zyklus der Beobachtung und Berichterstattung im Bereich der öffentlichen Gesundheit befassen. Es zielt auf Teilnehmer ab, die an der Schnittstelle zwischen Datenanalyse, Integration von Forschung und Wissen und Politik tätig sind. An der Veranstaltung werden 30 Personen aus 16 Mitgliedstaaten teilnehmen.

Das Seminar umfasst Vorträge, Übungen und Gruppenarbeit und soll den Teilnehmern Einblicke in die nationalen Gesundheitsinformationssysteme geben und ihnen die Entwicklung praktischer Wege zu ihrer Verbesserung ermöglichen. Dabei sollen so weit wie möglich echte Daten und Fallstudien herangezogen werden, und die Teilnehmer werden während der gesamten Veranstaltung gebeten, das Erlernte zu den Gegebenheiten in ihren Ländern in Bezug zu setzen. Das Herbstseminar soll den Teilnehmern dabei behilflich sein:

  • mehr über Indikatoren für die öffentliche Gesundheit zu erfahren, insbesondere über die Zielvorgaben und Indikatoren von „Gesundheit 2020“ und den dazu gehörigen Kontrollrahmen;
  • die datenbezogenen Anforderungen und die Methoden für die Beobachtung gesundheitlicher Ungleichheiten kennen zu lernen;
  • die Datenquellen und -qualität für die Indikatoren von „Gesundheit 2020“ zu untersuchen;
  • Qualitätskriterien für die Gesundheitsberichterstattung zu erforschen und anhand der auf „Gesundheit 2020“ basierenden Länderprofile Grundsatzempfehlungen auszuarbeiten;
  • ihr Verständnis dafür zu vertiefen, wie die Diskrepanz zwischen Forschung und Politikgestaltung reduziert werden kann, und durch Prüfung von Instrumenten und Beispielen für gute Praxis eine Umsetzung von Erkenntnissen in politische Konzepte anzustreben.