Symposium der Europäischen Region über gesundes Altern in Roma-Gemeinschaften

Pécs (Ungarn), 27.–29. Oktober 2014

Die medizinische Fakultät der Universität Pécs wird in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem WHO-Regionalbüro für Europa und in Abstimmung mit dem WHO-Länderbüro in Ungarn ein Fachsymposium für die Europäische Region zum Thema „Gesundes Altern in Roma-Gemeinschaften: Voraussetzungen – Realitäten – Perspektiven“ abhalten.

Zielsetzung

Das Symposium soll als wissenschaftliches Forum dienen, in dem die Teilnehmer Erfahrungen bei der Förderung der Gesundheit von Roma-Gemeinschaften auf der kommunalen Ebene austauschen können. Die Diskussion findet vor folgendem Hintergrund statt:

  • dem neuen Europäischen Rahmenkonzept für Gesundheit und Wohlbefinden, „Gesundheit 2020“, insgesamt und insbesondere einem seiner zentralen strategischen Ziele, dem Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten; und
  • der von der EU-Kommission ins Leben gerufenen Europäischen Innovationspartnerschaft im Bereich „Aktivität und Gesundheit im Alter“.

Die Schlussfolgerungen werden zur Entwicklung von Politikinstrumenten für altersgerechte Umfelder in Europa (AFEE), einem gemeinsamen Projekt des WHO-Regionalbüros für Europa und der EU-Kommission, herangezogen.

Während des Symposiums werden die Teilnehmer das Gesundheitszentrum Ormánság besuchen und dabei mit Vertretern der örtlichen Roma-Gemeinschaften zusammentreffen. Das Zentrum liegt im südwestlichen Teil Ungarns, wo es eine Reihe von Siedlungen gibt, in denen die Roma die Mehrzahl der Bewohner stellen.

Die Veranstaltung wird vom dem beim ungarischen Arbeitsministerium angesiedelten Staatlichen Sekretariat für soziale Angelegenheiten und soziale Eingliederung finanziell unterstützt.

Hintergrund

In allen Teilen der Europäischen Region der WHO ist ein Großteil der Roma-Bevölkerung in Bezug auf Gesundheit und Gesundheitsversorgung dramatischen Benachteiligungen ausgesetzt. Roma-Gemeinschaften haben erwiesenermaßen im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung eine schlechtere Gesundheit und höhere Morbiditäts- und Mortalitätsraten. Armut, Ausgrenzung und Kommunikationsschranken sind nachweislich die wichtigsten Einflussfaktoren, die die Roma an einem gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung und an der Geltendmachung ihres Rechts auf Gesundheit hindern. Diese Situation lässt sich bei Einzelpersonen wie auch für ganze Gemeinschaften beobachten.