Europäische Entwicklungstage

3.–4. Juni 2015, Brüssel

2015 läuft die Frist zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MZ) ab und soll zugleich ein neuer Entwicklungsrahmen für die Zeit nach 2015 vereinbart werden. Wie lässt sich also Gesundheit als Priorität in der Entwicklungsagenda nach 2015 verankern und welche Lehren aus der Ebolakrise können eingearbeitet werden?
Erörtern Sie im Rahmen der Europäischen Entwicklungstage der Europäischen Union (EU) gemeinsam mit internationalen Experten unter #EDD2015 die Rolle der Gesundheitsversorgung für die Bewältigung von Krisen der Menschheit und der öffentlichen Gesundheit. Am 4. Juni ist das Regionalbüro Organisatorin folgender Veranstaltungen:

  • Von der Abwehr zur Widerstandskraft: konsolidierte, nachhaltige Maßnahmen gegen Ebola und für belastbare Gesundheitssysteme, 11.30–13.00 Uhr, Auditorium C,
  • Internationale Gesundheitsvorschriften im Kontext grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren, 14.15–15.30 Uhr.

Besuchen Sie den Stand der WHO im Praxisdorf und diskutieren Sie mit den Experten.

Online-Anmeldung bis zum 14. Mai 2015. Einzelheiten zum Veranstaltungsort sind auf der Website der  Europäischen Entwicklungstage zu finden. Weitere Informationen sind per E-Mail erhältlich (eventsweu@euro.who.int).  

Hintergrund

Der Ausbruch des Ebola-Virus in Westafrika 2014 hat uns gelehrt, dass viele Länder auf derartige Situationen nur schlecht vorbereitet sind. Das war ein Weckruf für die internationale Gemeinschaft: Die Stärkung fragiler und inflexibler Gesundheitssysteme ist jetzt eine Priorität für Afrika und die gesamte Welt. 

Die gesundheitliche und menschliche Notlage, die durch Ebola ausgelöst wurde, war eine der schwersten gesundheitspolitischen Katastrophen in neuerer Zeit.
Neue globale Gesundheitskrisen können in Ländern entstehen, deren Gesundheitssysteme für eine erfolgreiche Abwehr zu schwach sind. 

  • Welche Lehren bietet die Ebola-Katastrophe für die Verbesserung der globalen Vorsorge- und Gegenmaßnahmen?  
  • Wie kann die internationale Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit den betroffenen Ländern zerbrechliche Gesundheitssysteme schützen, sie nachhaltig und  widerstandsfähig machen und auf künftige Krisen vorbereiten?
  • Wie können örtliche Gemeinschaften stärker zur Ausweitung ihrer Widerstandsfähigkeit gewonnen werden?
  • Welche Rolle sollten die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) bei den Gegenmaßnahmen in Gesundheitskrisen spielen? Und welche Rolle fällt der internationalen Gemeinschaft in der Unterstützung der Umsetzung der IGV zu?