Tagung der Gesundheitsminister im Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerk

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Belgrad (Serbien), 21.–23. Juni 2015

Auf einer Ad-hoc-Tagung zum Thema „ Weitere Schritte zur Stärkung der regionalen gesundheitspolitischen Zusammenarbeit in Südosteuropa" wollen die Gesundheitsminister der Mitgliedstaaten des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks (SEEHN) über Maßnahmen zur Stärkung der regionalen gesundheitspolitischen Kooperation und der Leitungsstrukturen des Netzwerks beraten.

Die Tagung wurde vom derzeitigen Präsidenten des Netzwerks, dem Gesundheitsminister der Republik Serbien, Dr. Zlatibor Lončar, gemeinsam mit der WHO-Regionaldirektorin für Europa, Dr. Zsuzsanna Jakab, organisiert.

Die Tagung ist die erste in einer Reihe von Ad-hoc-Tagungen der Minister, die von der WHO zusammen mit der Präsidentschaft des SEEHN ausgerichtet werden, um die politische Dynamik und Zielrichtung des Netzwerks zu stärken. Sie findet in Verbindung mit der 35. Plenartagung des SEEHN statt, und die Teilnehmer sind Minister, stellvertretende Minister und Staatssekretäre aus den zehn Mitgliedstaaten. Der Schwerpunkt der Ministertagung liegt auf der Verwirklichung eines allgemeinen Zugangs zur Gesundheitsversorgung und der Ausweitung der öffentlichen Gesundheitsdienste zum Zwecke der Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten in der Teilregion Südosteuropa. 

Weitere den Mitgliedstaaten des Netzwerks gemeinsame Themen sind die Umsetzung des gesundheitspolitischen Rahmenkonzeptes der Europäischen Region, „Gesundheit 2020", und die Rolle der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) im Bereich der Notfallvorsorge und -bewältigung.

Die Tagung hat sich konkret folgende Ziele gesetzt:

  • ein politisches Bekenntnis zur subregionalen Zusammenarbeit im Bereich der öffentlichen Gesundheit in Südosteuropa;
  • eine weitere Förderung und Erhöhung des politischen Engagements für die Umsetzung von „Gesundheit 2020", des Rahmenkonzeptes der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden, im Rahmen der Gesundheitsreformen der Mitgliedstaaten des SEEHN; 
  • die Vereinbarung gemeinsamer Maßnahmen auf regionaler und nationaler Ebene zur Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung durch Stärkung der Gesundheitssysteme und Reformierung der öffentlichen Gesundheitsdienste, Ausweitung der Gesundheitsförderungsangebote zur Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten, mit einem besonderen Augenmerk auf anfällige Bevölkerungsgruppen und die Schaffung widerstandsfähiger Gemeinschaften; und
  • die Vereinbarung regionaler Maßnahmen zur Weiterverfolgung der Erklärung von Skopje in folgenden Bereichen: 
    • Entwicklung, Mobilität und Ausbildung von Gesundheitspersonal in der Teilregion und 
    • Bereitschaftsplanung im Gesundheitswesen und Reaktion auf Krisen in der SEEHN-Region und Verbesserung der Koordinierung der Hilfe in solchen Zeiten. 

Es wird erwartet, dass eine „Erklärung von Belgrad" angenommen wird, in der das Bekenntnis der Politik zu der subregionalen Kooperation im Bereich der öffentlichen Gesundheit zum Ausdruck kommt.

Die 35. Plenartagung des SEEHN am 23. und 24. Juni wird sich mit dem Arbeitsplan für die bevorstehende albanische Präsidentschaft und damit verbundenen Fragen befassen.