Internationale Konferenz des WHO-Regionalbüros für Europa zum Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Auf der Konferenz, die vom WHO-Regionalbüro für Europa gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium der Russischen Föderation organisiert wird, werden politische Entscheidungsträger, Sachverständige und Vertreter von Patienten- und Berufsverbänden sowie anderen Partnerorganisationen über die Themenkomplexe Herz-Kreislauf-Erkrankungen und nichtübertragbare Krankheiten beraten. Zu der Veranstaltung sind Vertreter aller 53 Mitgliedstaaten der WHO in der Europäischen Region eingeladen.

Die Konferenz bietet die Gelegenheit zu einem Wissens-, Erfahrungs- und Meinungsaustausch in Bezug auf Herausforderungen und Erfolge bei der Umsetzung eines Pakets grundlegender Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie wird den Mitgliedstaaten dabei behilflich sein, das globale Ziel einer Senkung der Gesamtsterblichkeit aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten um 25% zu erreichen. Inhaltliche Schwerpunkte der Konferenz sind:

  • Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Untersuchung der wichtigsten Trends, Risikofaktoren und Determinanten;
  • Risikobewertung in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwecks Verbesserung von Qualität und Versorgung in Bezug auf Fallerkennung und -management;
  • Verbesserung der Verläufe von Herzinfarkten und Schlaganfällen, einschließlich der Bereiche Sekundärprävention und Rehabilitation;
  • Festlegung der nächsten Schritte unter Nutzung der Erfolge der Europäischen Charta für Herzgesundheit und des Aktionsplans der Europäischen Region gegen nichtübertragbare Krankheiten (2012–2016) und Bestimmung der wichtigsten Themen für die Diskussion nach 2016.

Jedes Jahr sterben weltweit nach Schätzungen 17 Mio. Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere an Herzinfarkten und Schlaganfällen. Davon entfallen ca. 4,4 Mio. auf die Europäische Region; damit sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen für mehr als die Hälfte aller Todesfälle in der Region verantwortlich.