Subregionaler Workshop über juristische Probleme bei der Umsetzung des Tabakrahmenübereinkommens der WHO in den NUS

Aschgabat (Turkmenistan), 14.–18. Dezember 2015

Das Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs trat vor zehn Jahren (2005) in Kraft und wurde seitdem von 50 der 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO ratifiziert. Bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen zur Eindämmung des Tabakkonsums stehen die Vertragsparteien aus der Europäischen Region vor Herausforderungen, wie in der 2013 angenommenen Erklärung von Aschgabat über die Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten im Kontext von Gesundheit 2020 zum Ausdruck kommt. Deshalb sind forcierte Anstrengungen erforderlich, um die mit dem Rahmenübereinkommen eingegangenen Verpflichtungen vollständig erfüllen und das freiwillige globale Ziel, eine Reduzierung der heutigen Prävalenz des Tabakkonsums um 30% bis zum Jahr 2025, erreichen zu können.

Bewältigung der juristischen Probleme in Verbindung mit der Umsetzung des Rahmenübereinkommens

Vor diesem Hintergrund wurde ein einwöchiger subregionaler Workshop organisiert, der sich mit der Vielzahl an juristischen Fragen in Verbindung mit der Umsetzung des Rahmenübereinkommens befassen soll. Er soll den Teilnehmern ein besseres Verständnis der Inhalte des Rahmenübereinkommens, der Taktiken der Tabakindustrie, der wichtigsten Komponenten wirksamer Konzepte zur Tabakbekämpfung und ihrer Umsetzung sowie der jeweils geeigneten Abwehrstrategien vermitteln.
An dem Workshop nehmen Vertreter der zwölf Neuen Unabhängigen Staaten teil. Dies sind: Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Republik Moldau, Russische Föderation, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine und Usbekistan.

Die Regierung Turkmenistans unterstützt die Umsetzung der Erklärung von Aschgabat in der Europäischen Region der WHO finanziell und wird den subregionalen Workshop über juristische Fragen gemäß einer Vereinbarung zwischen Turkmenistan und dem WHO-Regionalbüro für Europa ausrichten.

Hintergrund

Tabakkonsum ist die am leichtesten vermeidbare Einzelursache von Tod und Krankheit. In der Europäischen Region der WHO sterben jährlich etwa 1,6 Mio. Menschen an tabakbedingten Erkrankungen; damit weist Europa von allen Regionen der WHO den höchsten Anteil tabakbedingter Todesfälle (16%) auf. Nach Informationen aus dem Bericht der WHO zur globalen Tabakepidemie 2015 hat Europa von allen WHO-Regionen die höchste Prävalenz des Rauchens bei Erwachsenen (28%) und eine der höchsten Prävalenzraten für Rauchen bei Jugendlichen.