Tagung der Europäischen Region über die Umsetzung des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs

Aschgabat (Turkmenistan), 28.–29. April 2016

Um die vollständige Umsetzung des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs in der Europäischen Region voranzutreiben, nahmen die Mitgliedstaaten auf der 65. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa im September 2015 einen Fahrplan für die Umsetzung des Rahmenübereinkommens im Zeitraum 2015–2025 an. Die Tagung in Aschgabat ist die erste Zusammenkunft der Mitgliedstaaten seit der Annahme des Fahrplans und bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Erörterung von Fragen seiner Umsetzung.

Die Zielsetzung der Tagung lautet, einen Informationsaustausch über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Tabakbekämpfung in den Ländern der Europäischen Region durchzuführen und über das weitere Vorgehen zur Verwirklichung des freiwilligen globalen Ziels einer Reduzierung der heutigen Prävalenz des Tabakkonsums um 30% bis zum Jahr 2025 zu diskutieren.

Während der Tagung finden mehrere Podiumsdiskussionen statt, die sich mit aktuellen Themen bei der Bekämpfung des Tabakgebrauchs in der Europäischen Region befassen, etwa der Einflussnahme der Tabakindustrie auf gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse, dem Stand der Umsetzung des Protokolls zur Unterbindung des unerlaubten Handels mit Tabakerzeugnissen sowie neutralen Verpackungen für Tabakprodukte.

Die Tagung wird mit finanzieller Unterstützung durch die Regierung Turkmenistans vom WHO-Regionalbüro für Europa organisiert.

Hintergrund

Europa weist von allen WHO-Regionen die höchste Prävalenz des Rauchens bei Erwachsenen
(28%) und eine der höchsten Prävalenzraten für Tabakkonsum bei Jugendlichen auf. Obwohl 50 Länder der Europäischen Region Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens sind, werden dessen Bestimmungen innerhalb der Region nicht konsequent umgesetzt. Wenn sich dies nicht ändert, so kann dieser Verzug die Erreichung des globalen Ziels einer Reduzierung der vorzeitigen Mortalität aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten um 25% bis zum Jahr 2025 gefährden.