Weltantibiotikawoche 2016

14.–20. November 2016

Die Weltantibiotikawoche (WAAW) dient dazu, für die weltweite Problematik der Antibiotikaresistenz zu sensibilisieren und in der Bevölkerung, beim Gesundheitspersonal und in der Politik für vorbildliche Praktiken zu werben, um die Entstehung und weitere Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu vermeiden. Im Mittelpunkt der zweiten WAAW stehen das Gesundheitspersonal und seine zentrale Rolle bei der Verteidigung der Wirksamkeit von Antibiotika.

Das Motto der Kampagne insgesamt lautet „Vorsichtiger Umgang mit Antibiotika“. Es spiegelt die übergeordnete Botschaft wider, dass Antibiotika ein wertvolles Gut sind, das es zu erhalten gilt. Sie dienen ausschließlich zur Behandlung bakterieller Infektionen sollten und nur nach Verschreibung durch einen zugelassenen Arzt eingenommen werden. Antibiotika sollten nie mit anderen Personen geteilt werden, und die Behandlung sollte stets vollständig durchgeführt werden, ohne Teile des Packungsinhalts aufzuheben.

Das WHO-Regionalbüro für Europa schließt sich dem Aufruf der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu dringlichen Maßnahmen gegen antimikrobielle Resistenzen an und fordert alle Länder der Europäischen Region eindringlich auf, sich an der WAAW zu beteiligen. Da die Resistenz von Mikroben gegenüber Antibiotika nicht vor Grenzen Halt macht, ist dies eine einzigartige Gelegenheit, zusammen mit der internationalen Gemeinschaft für einen umsichtigen Umgang mit Antibiotika einzutreten. Mit der Weltantibiotikawoche wird der Aktionsradius des Europäischen Antibiotikatages ausgedehnt, einer europaweiten Initiative, der sich das WHO-Regionalbüro für Europa 2012 anschloss und die später auf Länder außerhalb der Europäischen Union ausgeweitet wurde.

Ein globaler Aktionsplan zur Bekämpfung des wachsenden Problems der Resistenz gegen Antibiotika und andere antimikrobielle Arzneimittel wurde auf der 68. Weltgesundheitsversammlung im Mai 2015 verabschiedet. Er folgte auf den Strategischen Aktionsplan zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen, der 2011 von den Ländern der Europäischen Region angenommen wurde. Zu den Hauptzielen dieser Pläne gehört es, durch wirksame Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung und Schulung stärker für antimikrobielle Resistenz zu sensibilisieren und sie besser zu verstehen.