Vierte Woche der Vereinten Nationen für die weltweite Straßenverkehrssicherheit

8.–14. Mai 2017

Die Europäische Region der WHO will die Vierte Woche der Vereinten Nationen für die weltweite Straßenverkehrssicherheit vom 8. bis 14. Mai mit Fokus auf Entschleunigung durchführen. Überhöhte Geschwindigkeit ist die wichtigste Ursache für Tod und Verletzung im Straßenverkehr.

In der Europäischen Region führen Straßenverkehrsunfälle jährlich zu mindestens 84 000 Todesfällen und in der Altersgruppe 5 bis 29 Jahre sind sie sogar die wichtigste Todesursache. 30% aller tödlich verlaufenden Unfälle betreffen die schwächsten Verkehrsteilnehmer: Fußgänger und Radfahrer.

Hohes Tempo verursacht Unfälle sowie gravierende Unfallfolgen. Eine Verringerung der Durchschnittsgeschwindigkeit um 5% würde die Zahl der tödlich verlaufenden Verkehrsunfälle um 30% reduzieren. Daher sollte die Höchstgeschwindigkeit in Städten generell 50 km/h und 30 km/h dort betragen, wo motorisierter Verkehr auf Fußgänger und Radfahrer trifft.

Nur 44% der Länder in der Europäischen Region verfügen über derartige, umfassende Bestimmungen. Das muss sich ändern, wenn die Straßen sicherer werden sollen. Durch ressortübergreifende, kosteneffektive Maßnahmen von Stadt und Land müssen wir die Geschwindigkeit in den Griff bekommen.

Sicherheit im Straßenverkehr ist auch eine Priorität der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die übergeordnete Zielsetzung der Woche für weltweite Straßenverkehrssicherheit ist es, Menschenleben zu retten und zum Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung und insbesondere Zielvorgabe 3.6 und 11.2 beizutragen. Konkret sollen: 1) Bewusstsein für die schlimmen Folgen überhöhter Geschwindigkeit und den großen Nutzen ihrer Absenkung geschaffen, 2) evidenzbasierte Geschwindigkeitslenksysteme (für mehr Sicherheit) gegenüber Politikern und Entscheidungsträgern gefördert und 3) im Laufe der Woche politische und institutionelle Unterstützung gewonnen werden.

Ansprechpersonen der Gesundheitsministerien für Verletzungsprävention, nichtstaatliche Organisationen und Aktivisten für Sicherheit im Straßenverkehr aus der gesamten Europäischen Region sind dazu eingeladen, sich an der Überzeugungsarbeit zu beteiligen und ihre Veranstaltungen auf der Website anzukündigen. Zu den Aktivitäten wird auch ein „Entschleunigungstag“ zählen. Einschlägige Instrumente und ein Text der WHO zur Geschwindigkeitsbeherrschung werden nachstehend angeboten