Weltumwelttag: Gesundheit und Umwelt untrennbar verbunden

Chelsea Hedquist

Der diesjährige Weltumwelttag sollte die Menschen mit der Natur in Verbindung bringen, indem sie ins Freie und Grüne ziehen, die Schönheit der Natur schätzen lernen und dann gemeinsam unsere Erde schützen. Seit 1972 wird der Weltumwelttag jährlich am 5. Juni begangen und in diesem Jahr möchte die WHO alle Entscheidungsträger und Bürger daran erinnern, dass Gesundheit und Umwelt untrennbar miteinander verbunden sind.

Nach Schätzungen sind weltweit 24% der Krankheitslast und 23% aller Sterbefälle auf Umweltfaktoren zurückzuführen. Luft- und Wasserverschmutzung, gefährliche Chemikalien, Abfälle und Klimawandel gehören zu den Faktoren, die nicht nur die Umwelt gefährden, sondern auch schwere Gesundheitsprobleme verursachen können. Maßnahmen zum Schutz und Erhalt einer intakten Umwelt können andererseits direkt gesundheitsförderlich sein.

Jahrzehntelanges Engagement Europas für die Bewahrung der Umwelt zum Schutze der Gesundheit

Ende der 1980er Jahre leiteten die Länder der Europäischen Region einen Prozess ein, der erstmalig die schwerwiegendsten Umweltgefahren für die menschliche Gesundheit beseitigen sollte. Seither hat das Regionalbüro im Abstand von fünf Jahren Ministerkonferenzen organisiert und koordiniert, die diesen Prozess voranbringen sollten. Die Konferenzen sind insofern einzigartig, als sie verschiedene Politikbereiche in die Gestaltung der Konzepte und Maßnahmen im Bereich Umwelt und Gesundheit in der Region einbeziehen.

Die letzte Konferenz fand 2010 in Parma (Italien) statt. Mit der in Parma abgegebenen Erklärung wurden erstmals zeitliche Fristen für den Prozess gesetzt. Die Regierungen der 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO steckten sich damals klare Ziele zur Verringerung der negativen Auswirkungen von Umweltgefahren im kommenden Jahrzehnt.

Während der bevorstehenden Sechsten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit, die vom 13. bis 15. Juni in Ostrava (Tschechien) stattfinden wird, werden neue Belege dafür vorgelegt, dass die Bewahrung unserer natürlichen Umwelt für das Überleben der Menschheit unabdingbar ist. Auch der grenzüberschreitende Charakter der ökologischen Herausforderungen, die Notwendigkeit zielgerichteten Handelns nicht nur auf der nationalen, sondern auch auf der subnationalen und kommunalen Ebene, die wichtige Bestimmung der für Umweltprobleme anfälligsten Gruppen und die Bedeutung einer guten Politiksteuerung unter Einbeziehung der maßgeblichen Akteure und der Bürger werden thematisiert werden. Zum Teilnehmerkreis zählen Gesundheits- und Umweltminister sowie weitere hochrangige Vertreter von Mitgliedstaaten der WHO in der Europäischen Region sowie Repräsentanten von Partnerorganisationen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Verfolgen Sie die Diskussion in den sozialen Medien unter #EuropeEnvHealth und beteiligen Sie sich daran!