Globale Konferenz der WHO über nichtübertragbare Krankheiten: Verbesserung der Politikkohärenz zur Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten

Montevideo (Uruguay), 18.–20. Oktober 2017

Vom 18. bis 20. Oktober 2017 ist Uruguay Gastgeber der Globalen Konferenz der WHO über nichtübertragbare Krankheiten, die in Montevideo stattfindet. Die führenden Politiker der Welt sind sich darüber einig, dass die globale Krankheitslast und Bedrohung aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten – vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen – eine der ernstesten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit darstellen.

2015 waren nichtübertragbare Krankheiten für rund 40 Mio. Todesfälle – und somit 70% all Todesfälle weltweit – verantwortlich. Viele dieser Todesfälle waren vorzeitig: über 15 Mio. Menschen (38% der Todesfälle aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten und 27% all Todesfälle weltweit) starben im Alter zwischen 30 und 70 Jahren. Die meisten dieser 15 Mio. vorzeitigen Todesfälle hätten vermieden bzw. hinausgezögert werden können.

Das Ziel der Konferenz in Uruguay besteht darin, die entscheidend wichtigen Verknüpfungen zwischen der Reduzierung der Frühsterblichkeit aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten und der Verbesserung der Politikkohärenz zwischen allen Bereichen, die sich auf die Führungsarbeit, die Prävention, die Bewältigung und die Surveillance im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten auswirken, zu beleuchten. Sie soll Maßnahmen zur Verwirklichung der Zielvorgabe 3.4 der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) unterstützen: „Bis 2030 die Frühsterblichkeit aufgrund von nichtübertragbaren Krankheiten um ein Drittel senken“.

Die Konferenz verfolgt vier zentrale Ziele:

  • Orientierungshilfe für die Mitgliedstaaten in Bezug auf Wege zur Erfüllung der Zielvorgabe  3.4 der SDG bis 2030 durch Beeinflussung der staatlichen Politik in Ressorts außerhalb der Gesundheitspolitik und durch Verbesserung der Politikkohärenz;
  • Start einer Reihe neuer globaler Initiativen zur Beschleunigung der Fortschritte der Länder bei der Senkung der Frühsterblichkeit aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten und ihrer Anstrengungen zur Erfüllung der Zielvorgabe 3.4 der SDG;
  • Erfahrungsaustausch zwischen den Ländern bei der Verbesserung der Politikkohärenz im Hinblick auf die Verwirklichung der neun freiwilligen globalen Zielvorgaben für nichtübertragbare Krankheiten bis 2025; und
  • Herausstellung des Gesundheitswesens als wichtigster Akteur bei der Förderung von Politikkohärenz zur Erfüllung der Zielvorgabe 3.4 der SDG.

Das geplante Abschlussdokument der Konferenz kann als ein Beitrag zu den Beratungen auf der 71. Weltgesundheitsversammlung über die Vorbereitungen auf die 2018 stattfindende dritte Tagung der Vereinten Nationen auf hoher Ebene über nichtübertragbare Krankheiten dienen. Es kann auch in den zwischenstaatlichen Prozess für das Abschlussdokument der Tagung auf hoher Ebene einfließen, die unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Generalversammlung der Vereinten Nationen stattfinden wird.