Ministertagung des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks zum Thema Immunisierung

20. Februar 2018, Podgorica (Montenegro)

Auf einer vom Gesundheitsministerium Montenegros und dem WHO-Regionalbüro für Europa organisierten Ministertagung des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks werden sich die Teilnehmer mit der Bedeutung von Impfmaßnahmen als wesentlichen Interventionen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und als Gemeinschaftsgut befassen. Angesichts des Werts von Impfmaßnahmen in gesundheitlicher, sozialer und ökonomischer Hinsicht wird sich die Tagung mit den Herausforderungen und Chancen für die Mitgliedstaaten in der Region Südosteuropa auseinandersetzen. Die Gesundheitsminister der Länder der Region sind dazu aufgefordert, einer Absichtserklärung zuzustimmen, und der Prozess der Ausarbeitung eines Fahrplans für die Region mit konkreten strategischen Zielen und Vorgaben zur Verbesserung der Wirkung der nationalen Impfprogramme wird in Gang gesetzt.

Kurze Präsentationen und Erklärungen bilden den Auftakt zu einer Diskussion am runden Tisch, die unter der Moderation des montenegrinischen Gesundheitsministers und der WHO-Regionaldirektorin für Europa stattfindet.

Ziele

  • Unterstreichen, dass leistungsfähige nationale Impfsysteme fester Bestandteil eines gut funktionierenden Gesundheitssystems sind und dass die Impfprogramme von der Einbindung in starke Gesundheitssysteme profitieren, indem sie im Zusammenwirken mit anderen Programmen, der Privatwirtschaft, den Partnerorganisationen und der Gesellschaft insgesamt Impfstoffe bereitstellen und neue Impfstoffe einführen, Impfungen im gesamten Lebensverlauf gewährleisten und Ziele in Bezug auf Qualität, Chancengleichheit und Versorgungsgrad erreichen können.
  • Diskussion über bewährte Praktiken und Chancen zur Verwirklichung der Zielsetzungen und strategischen Ziele des Europäischen Impfaktionsplans (2015–2020) in der Region Südosteuropa und Vereinbarung eines pragmatischen Weges zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen. In der Diskussion werden u. a. Optionen für die Sicherstellung eines Zugangs zu bezahlbaren Impfstoffen, evidenzgeleitete Entscheidungsprozesse und eine nachhaltige Finanzierung von Impfmaßnahmen erörtert.
  • Prüfung länderspezifischer und gemeinsamer Maßnahmen zur Bekämpfung von Impfskepsis und zur Stimulierung der Nachfrage nach Routineimpfungen für Kinder.

Erwartete Ergebnisse

  • Ein erweitertes Wissen und Verständnis der programmbezogenen Prioritäten, Strategien, Kontrollindikatoren und Ziele in der Region;
  • Zustimmung zu einer Absichtserklärung, Schaffung einer Grundlage für die Stärkung und Intensivierung von gemeinsamen Maßnahmen, Partnerschaften und Kooperationen mit dem Ziel, gemeinsame Herausforderungen der Impfprogramme in Angriff zu nehmen. Dazu gehören:
    • ein erneuertes Bekenntnis zu den Zielsetzungen und Einzelzielen des Europäischen Impfaktionsplans (2015–2020);
    • Zustimmung zur Entwicklung und Umsetzung eines Fahrplans für die Region Südosteuropa, um deren konkrete Herausforderungen in Angriff zu nehmen und zu überwinden;
    • Stärkung der Arbeitsbeziehungen zwischen den Mitgliedstaaten, Partnerorganisationen und anderen maßgeblichen Interessengruppen in der Region Südosteuropa mit dem Ziel der Umsetzung eines gemeinsamen Fahrplans, der Entwicklung gemeinsamer Initiativen und der Erforschung neuer Bereiche für eine Zusammenarbeit.