Europäische Impfwoche 2018: Impfung ist ein individuelles Recht und eine gemeinsame Verantwortung

WHO/Malin Bring

Vom 23. bis 29. April 2018 begeht die Europäische Region der WHO die Europäische Impfwoche (EIW), eine jährliche Initiative, die auf die Bedeutung von Impfungen für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen aufmerksam machen soll. Seit ihren Anfängen im Jahr 2005 ist die EIW zu einem allgemein anerkannten Ereignis geworden, das primär von den Mitgliedstaaten in der Europäischen Region getragen wird und bei dem die Länderbüros der WHO und die Partnerorganisationen, Gesundheitsministerien, Berufs- und Elternverbände, die örtlichen Gesundheitseinrichtungen und die Politik eingebunden werden. Die Initiative soll dazu beitragen, die Nachfrage nach Impfmaßnahmen in der Öffentlichkeit sowie die Unterstützung durch die Politik mit Überzeugungsarbeit und gezielten Informations- und Aufklärungsveranstaltungen aufrechtzuerhalten.

Die Europäische Region verzeichnet insgesamt nach wie vor hohe Durchimpfungsraten bei Kindern und kann Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele des Europäischen Impfaktionsplans vorweisen, namentlich bei der Eliminierung der Masern und Röteln. Leider ist der Nutzen der Impfmaßnahmen innerhalb der Europäischen Region ungleich verteilt, und allzu viele Kinder erhalten nicht den Schutz, den sie verdienen. So erhielt 2016 jeder fünfzehnte Säugling in der Europäischen Region nicht die erste Masernimpfung, und jeder einundzwanzigste erhielt nicht alle empfohlenen Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Mumps. Diese Defizite in der Versorgung haben in der Europäischen Region zu vermeidbaren Krankheitsausbrüchen geführt.

Themenschwerpunkt der Kampagne 2018

Um diese Impflücken zu schließen, wird die EIW 2018 ihren thematischen Schwerpunkt auf Impfungen als ein individuelles Recht und eine gemeinsame Verantwortung legen.

Impfungen bieten individuellen Schutz vor gefährlichen Krankheiten. Doch damit nicht genug: Wenn innerhalb einer Gemeinschaft alle in Frage kommenden Personen geimpft werden, bleiben nicht mehr ausreichend Personen übrig, um die Übertragung von ansteckenden Krankheiten aufrechtzuerhalten. Zusammen schützen sie die anfälligsten Gruppen, insbesondere Säuglinge. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf Impfung und eine gesellschaftliche Verantwortung für den Schutz derer, die sich nicht selbst schützen können.

Impfmaßnahmen für unser aller Schutz

In Verbindung mit anderen regionsweiten Initiativen sowie der Weltimpfwoche wird die Europäische Region während der EIW 2018 unterstreichen, wie Impfungen die einzelnen Bürger und die Gesellschaft schützen und Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung fördern.