Hochrangige Tagung der Europäischen Region: Reaktion der Gesundheitssysteme auf nichtübertragbare Krankheiten

Sitges (Provinz Barcelona), 16.–18. April 2018

Nichtübertragbare Krankheiten sind in der Europäischen Region der WHO die führende Ursache von Tod, Krankheit und Behinderung. Sie lassen sich jedoch auch weitgehend verhindern.

Die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten ist eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme in allen Ländern. Vom 16. bis 18. April werden hochrangige Vertreter der 53 Mitgliedstaaten der WHO in der Europäischen Region sowie Repräsentanten von einschlägigen internationalen Organisationen und ausgewählten nichtstaatlichen Organisationen auf einer Tagung in Sitges in der Provinz Barcelona zu einer detaillierten Untersuchung bewährter Praktiken zur Stärkung von Gesundheitssystemen und zur Intensivierung von Maßnahmen gegen nichtübertragbare Krankheiten zusammentreffen.

Die hochrangige Tagung soll als Forum für den Erfahrungsaustausch zwischen den Ländern dienen, eine Würdigung bereits erzielter Erfolge ermöglichen und zu Maßnahmen veranlassen, die eine beschleunigte Umgestaltung der Gesundheitssysteme mit dem Ziel der Senkung der durch nichtübertragbare Krankheiten bedingten vorzeitigen Mortalität bewirken.

Erfüllung der Ziele

Auf der Tagung sollen pragmatische und leicht umsetzbare Grundsatzempfehlungen zu umfassenden und kohärenten Maßnahmen der Gesundheitssysteme zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten erarbeitet werden. Beispiele von vorbildlichen Praktiken aus den Ländern sollen wirksame politische Maßnahmen veranschaulichen, etwa fiskalische Instrumente zur Förderung einer besseren Ernährung, finanzielle Anreize, die Ärzte in der primären Gesundheitsversorgung zur Erfüllung von Zielvorgaben in der Leistungserbringung anspornen, und eine wirksame Bürgerbeteiligung und wirksame gesellschaftliche Maßnahmen zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten.

Das WHO-Regionalbüro für Europa wird außerdem eine evidenzgeleitete Zukunftsvision einer umfassenden Reaktion der Gesundheitssysteme auf nichtübertragbare Krankheiten in Form eines Berichts vorlegen, in dem die Arbeit der letzten fünf Jahre in den Ländern zusammengefasst wird.

Die Tagung und ihre Plenarsitzungen drehen sich um folgende vier übergeordnete Ziele:

  • Reflexion über die Zukunftsvision für die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten durch die Gesundheitssysteme;
  • Hervorhebung der Aspekte Chancengleichheit und Gleichstellung der Geschlechter bei der Umgestaltung der Gesundheitssysteme für eine wirksamere Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten, auch zugunsten all jener, die bei den traditionellen Konzepten auf der Strecke bleiben;
  • Untersuchung der Möglichkeit der Umsetzung einer beschleunigten Umgestaltung der Gesundheitssysteme im Hinblick auf eine schnellere Senkung der vorzeitigen Mortalität aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten; und
  • Ermittlung von Einflussfaktoren, die in den Gesundheitssystemen die erfolgreiche Durchführung grundlegender Veränderungen im großen Maßstab ermöglicht haben.

Erwartete Ergebnisse

Die hochrangige Tagung soll zu einem Einverständnis in Bezug auf die Vision einer grundlegenden Umgestaltung der Gesundheitssysteme durch Realisierung eines umfassenden Ansatzes zur Senkung der vorzeitigen Mortalität aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten führen.

Die Schlussfolgerungen der Tagung sollen in Form eines Abschlussdokuments in die Berichterstattung an die 2018 stattfindende dritte Tagung der Vereinten Nationen auf hoher Ebene über nichtübertragbare Krankheiten einfließen und werden auch dem WHO-Regionalkomitee für Europa auf seiner 68. Tagung vorgelegt.