Die Gesundheitsversorgung den Menschen in Kirgisistan näher bringen

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Kyzylgul ist 57 Jahre alt und Großmutter von sechs Enkeln. Sie lebt in dem Ort, in dem sie auch geboren wurde und aufgewachsen ist, dem Dorf Jyrgalan, das in einer Bergregion über 450 km von der Hauptstadt Bischkek entfernt liegt.

Seit 2005 ist Kyzylgul eine von 12 im Gesundheitsbereich tätigen Freiwilligen in ihrem Dorf und Teil des von Freiwilligen geleiteten Projekts „Gemeinsam für Gesundheit“. Im Rahmen des Weltgesundheitstags 2018, der die allgemeine Gesundheitsversorgung in den Mittelpunkt rückt, ist das Projekt ein Beispiel für gute Praxis.

Kyzylgul und die anderen Freiwilligen fördern eine gesunde Lebensweise und – besonders wichtig – führen Blutdruckkontrollen durch, um Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen und die Patienten an das kommunale Gesundheitszentrum zu verweisen. Es gibt in Kirgisistan Hunderte Freiwillige wie Kyzylgul, und die Initiative hat spürbar zur Erkennung von Bluthochdruck beigetragen.

Der Repräsentant der WHO in Kirgisistan, Dr. Jarno Habicht, erklärt: „Die kommunalen Gesundheitskomitees in den Dörfern Kirgisistans sind ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sich an eine gemeindenahe Bewegung anknüpfen lässt, wie auf die gesundheitlichen Bedürfnisse eingegangen werden kann, wie sich die primäre Gesundheitsversorgung ausbauen und näher an die Menschen, ihre Familien und die gesamte Gemeinde bringen lässt und so konkrete Maßnahmen zur Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung ergriffen werden können.“