Fünfte hochrangige Tagung kleiner Länder: Gemeinsam für mehr Gesundheit und Wohlbefinden für alle

Reykjavik, 26.–27. Juni 2018

Aus einer Idee von San Marino wurde im Jahr 2013 bei einer informellen Veranstaltung während der 63. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa in Çeşme (Provinz Izmir, Türkei) die Initiative kleiner Länder gegründet.

San Marino und das Fachzentrum des Regionalbüros für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung in Venedig übernahmen gemeinsam die Federführung bei der Initiative, die sich seitdem in ein Forum für acht Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO mit weniger als 1 Mio. Einwohnern entwickelt hat.

Jedes Jahr sind die Mitgliedsländer der Initiative kleiner Länder dazu aufgerufen, Repräsentanten auf Ministerebene zur Teilnahme an der hochrangigen Tagung kleiner Länder zu nominieren, die ihnen die Möglichkeit bietet, ihre nationale Gesundheitspolitik vorzustellen und das zukünftige Vorgehen zu besprechen. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Themen wie der Lebensverlaufansatz, ressortübergreifende Maßnahmen für Gesundheit und Widerstandsfähigkeit, Gesundheitsinformationssysteme (über das Gesundheitsinformationsnetzwerk der kleinen Länder (SCHIN)) und Kommunikation (über das Unternetzwerk des SCHIN für Kommunikationsbeauftragte in Teilnehmerländern der Initiative).

Die Tagesordnung der fünften hochrangigen Tagung kleiner Länder orientiert sich an wichtigen Veranstaltungen in der Europäischen Region und auf globaler Ebene und verschafft der Initiative kleiner Länder damit eine einzigartige Stellung als Forum für zukunftsorientierte Diskussionen. Als Fachthemen sind vorgesehen:

  • die Anpassung des Fahrplans zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung auf der Grundlage von „Gesundheit 2020“, dem Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden (einschließlich der Anwendung gesamtstaatlicher und gesamtgesellschaftlicher Ansätze) auf die Bedürfnisse kleiner Länder;
  • umweltbedingte und gesundheitliche Herausforderungen mit einem Schwerpunkt auf Klimawandel und Wasser;
  • mit finanzieller Absicherung und allgemeiner Gesundheitsversorgung verbundene Themen (mit Bezug zu Themenbereichen der Tagesordnungen der bevorstehenden hochrangigen Tagungen „Gesundheitssysteme für Wohlstand und Solidarität: niemanden zurücklassen“ (Tallinn, Estland, 13.–14. Juni 2018) und „Zweite Internationale Konferenz zur primären Gesundheitsversorgung: allgemeine Gesundheitsversorgung und die Ziele für nachhaltige Entwicklung“ (Astana, Kasachstan, 25.–26. Oktober 2018);
  • Initiativen in den Bereichen Ernährung und Bewegung (im Nachgang zur Erklärung von Malta zur Beendigung von Adipositas im Kindesalter, die auf der Vierten hochrangigen Tagung kleiner Länder (St Julian's, Malta, 26.–27. Juni 2017) angenommen wurde);
  • Widerstandsfähigkeit auf der persönlichen, gesellschaftlichen und systemischen Ebene: das Rückgrat für bessere Gesundheit und besseres Wohlbefinden;
  • Fortschrittsberichte über Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsinformationen in der Europäischen Region der WHO sowie Maßnahmen des SCHIN und seines Unternetzwerks für Kommunikationsbeauftragte.