Sommerschule 2018 des Observatoriums in Venedig

Venedig, 22.–28. Juli 2018

Was: „Qualität der Versorgung: Verbesserung der Wirksamkeit, Sicherheit und Bedarfsgerechtigkeit“

Die Sommerschule 2018 des Observatoriums in Venedig ist eine kurzer Intensivworkshop. Er umfasst eine Woche voller Lernen, Interagieren, Studieren, Debattieren und dem Austausch von Erfahrungen mit anderen Politikgestaltern, Planern und Fachleuten, um Strategien und Konzepte zur Versorgungsqualität zu verstehen, zu erörtern und zu verbessern.

Wann: 22.–28. Juli 2018

Wer: Der Workshop richtet sich an politische Entscheidungsträger der mittleren und leitenden Ebene, Staatsbedienstete und Fachleute.

Sofern Sie an der Steuerung von Gesundheitsdiensten mitwirken oder sich mit der Messung, Gewährleistung oder Verbesserung der Versorgungsqualität in den Ländern, in der Europäischen Region oder auf internationaler Ebene befassen, ist die Sommerschule des Observatoriums in Venedig das Richtige für Sie.

Ziele:

  • Verständnis des zugrundeliegenden Konzepts der „Versorgungsqualität“ und seiner unterschiedlichen Dimensionen sowie der vorhandenen Ansätze, um Qualität zu messen und zu vergleichen
  • Austausch evidenzbasierter Erfahrungen aus den Ländern mit unterschiedlichen Ansätzen und innovativen Modellen zur Gewährleistung und Verbesserung der Versorgung
  • Systematisierung und Interpretation der Wirksamkeit der Ansätze zur Versorgungsqualität, wie etwa evidenzbasierte Wege, Akkreditierung, Audit und Feedback, Maßnahmen zur Patientensicherheit, öffentliche Berichterstattung oder Gegenleistungen für Qualität
  • Bestandsaufnahme, wie sich solche Ansätze zu nationalen Strategien kombinieren lassen, um sicherzustellen, dass Gesundheitssysteme ihrer Rolle gerecht werden und ihre Leistung kontinuierlich verbessern

Warum das Thema „Versorgungsqualität“?

Die meisten Akteure und Politikgestalter sind der Ansicht, dass sie durch ihre Arbeit zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen. Wenn unterschiedliche Akteure von Qualität reden, meinen sie jedoch oft unterschiedliche Dinge. Zudem gibt es verschiedene Strategien, anhand derer die Qualität in einer Reihe von Bereichen der Gesundheitsversorgung verbessert werden könnte, doch jede stellt den Anwender vor unterschiedliche Herausforderungen. Es überrascht nicht, dass eine anhaltende und manchmal heftige Kontroverse darüber besteht, was genau Qualität bedeutet und wie sie sich am besten verbessern lässt. Die Sommerschule 2018 des Observatoriums in Venedig soll politische Entscheidungsträger der mittleren und leitenden Ebene, Staatsbedienstete, Gesundheitsfachkräfte und Vertreter von Patientengruppen dabei unterstützen, sich mit Konzepten und Strategien vertraut zu machen, die ihnen dabei helfen können, die Versorgungsqualität aus verschiedenen Perspektiven im Hinblick auf die erbrachten Leistungen sowie auf das gesamte System zu gewährleisten und zu verbessern. Zu den wichtigsten Themen dieses einwöchigen Intensivworkshops gehören folgende:

  • Was bedeutet „Versorgungsqualität“? Wie wird Qualität von unterschiedlichen Organisationen definiert? Wie sehen die verschiedenen Dimensionen von Qualität aus?
  • Wie lässt sich die Versorgungsqualität messen? Welche Indikatoren gibt es, um die Leistung bezüglich verschiedener Dimensionen von Qualität zu überwachen? Welche Datenquellen stehen zur Verfügung bzw. sind erforderlich?
  • Was sind die wichtigsten Ansätze, um Versorgungsqualität zu gewährleisten und zu verbessern? Welche Merkmale weisen die verschiedenen Ansätze auf? Was ist über ihre (relative) Wirksamkeit bekannt? Was sind mögliche unbeabsichtigte Folgen? Wann ist welche Strategie anzuwenden?
  • Wie sehen künftige Trends, die zentralen Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten hin zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität in verschiedenen Gesundheitssystemen aus?
  • Wie lassen sich die passendsten Komponenten für eine Qualitätsstrategie in einem bestimmten nationalen Kontext identifizieren und umsetzen?

Herangehensweise:

Der sechstägige Workshop umfasst regulären Unterricht, doch im Mittelpunkt stehen die praktischen Erfahrungen der Teilnehmer. Der in hohem Maße partizipative Ansatz legt den Akzent auf themenübergreifende Gruppenarbeit, Präsentationen der Teilnehmer, Diskussionen am runden Tisch und Podiumsdiskussionen. Er stützt sich auf neueste Erkenntnisse und die Arbeit eines multidisziplinären Teams aus Experten mit langjähriger Erfahrung in der Bewertung, Umsetzung und Evaluation im Bereich der Definition, Messung und Verbesserung der Versorgungsqualität. Die Workshopteilnehmer erhalten ferner die Möglichkeit, sich mit Vertretern der wichtigsten internationalen Organisationen wie der Europäischen Kommission, der OECD und der WHO sowie von maßgeblichen Fachorganisationen und staatlichen Organisationen auszutauschen und Einblicke in deren Arbeit zu erhalten, sowie in einen politischen Dialog mit hochrangigen Politikgestaltern einzutreten. Sie werden Teil der Tradition der Sommerschule, die sich der Förderung evidenzbasierter Politikgestaltung verschrieben hat und zu politischen Debatten zum Thema Gesundheit in der Europäischen Region anregt, indem zentrale Fragen thematisiert, Erfahrungen ausgetauscht und dauerhafte Netzwerke aufgebaut werden.

Weitere Informationen zur Sommerschule 2018 des Observatoriums in Venedig, einschließlich der einzelnen Module und des Bewerbungsbogens, finden Sie auf der Website der Sommerschule des Observatoriums.