Veröffentlichung der WHO-Leitlinien für Umgebungslärm für die Europäische Region

10. Oktober 2018, Basel (Schweiz)

Am 10. Oktober 2018 wird das WHO-Regionalbüro für Europa die neuen Leitlinien für Umgebungslärm für die Europäische Region bei einer Veranstaltung in Basel (Schweiz) veröffentlichen. An dem eintägigen Symposium werden Vertreter der Mitgliedstaaten sowie Experten und maßgebliche Akteure teilnehmen. Neben der offiziellen Vorstellung der Leitlinien wird die Veranstaltung auch Podiumsdiskussionen mit Experten und maßgeblichen Akteuren umfassen.

Lärm gehört zu den zentralen umweltbedingten Gesundheitsrisiken und gibt unter Politikern und in der Öffentlichkeit zunehmend Anlass zur Besorgnis. Auf Basis der in der EU-Richtlinie über Umgebungslärm genannten Bewertungsschwelle sind mindestens 100 Mio. Menschen in der Europäischen Union einer Verkehrslärmbelastung ausgesetzt. Allein in den Ländern Westeuropas gehen aufgrund der Verkehrslärmbelastung jedes Jahr mindestens 1,6 Mio. gesunde Lebensjahre verloren.

Das WHO-Regionalbüro für Europa entwickelte die Leitlinien auf das Ersuchen der Mitgliedstaaten bei der im Jahr 2010 in Parma (Italien) abgehaltenen 5. Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit, „Leitlinien für die Lärmbelastung auszuarbeiten, die auch Quellen von Verkehrslärm sowie Freizeitlärm und den von Windturbinen ausgehenden Lärm umfassen, die bislang keine Berücksichtigung gefunden haben“.

Das Regionalbüro folgte dabei einem strengen Verfahren gemäß dem WHO-Handbuch zur Ausarbeitung von Leitlinien und bezog verschiedene Gruppen von Experten und maßgeblichen Akteuren mit ein. Die Leitlinien umfassen eine Reihe von gesundheitlichen quellenspezifischen Empfehlungen in Bezug auf die langfristige Belastung durch Umgebungslärm, darunter Straßenverkehrslärm, Eisenbahnlärm, Fluglärm, der von Windturbinen ausgehende Lärm und Freizeitlärm.

Die Arbeitssprache des Symposiums ist Englisch, eine Verdolmetschung wird nicht angeboten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist geladenen Gästen vorbehalten. Weitere Auskünfte erhalten Sie über folgende E-Mail-Adresse: eurolwe@who.int.