Hintergrund

WHO/Malin Bring

24.–30. April 2019

In jedem Jahr begeht die Europäische Region der WHO die Europäische Impfwoche (EIW), um für Impfmaßnahmen als entscheidende Voraussetzungen für Krankheitsprävention und den Schutz von Menschenleben zu werben. Die Zielsetzung der diesjährigen Kampagne, die vom 24. bis 30. April 2019 läuft, besteht darin, das Bewusstsein für den Nutzen von Impfungen zu schärfen und die Helden des Impfalltags zu feiern, die auf vielerlei Weise zum Schutz von Menschenleben durch Impfungen beitragen.

Zu ihnen zählen Gesundheitsfachkräfte, die Impfungen verabreichen, Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, sowie all jene, die sich um evidenzbasierte Informationen bemühen und sie weitergeben, um andere zu unterstützen. Dieses Konzept ist außerdem in den größeren Rahmen der Weltimpfwoche eingebettet; deren diesjähriges Motto lautet „Protected Together, #Vaccines Work“ („Gemeinsam geschützt. Impfungen wirken“).

Die zentralen Botschaften und Fakten über Impfungen in Verbindung mit der EIW werden in allen Teilen der Europäischen Region durch Informationskampagnen, Interviews, Blogs, Podiumsdiskussionen, Pressemitteilungen, Fernsehbeiträge, wissenschaftliche Konferenzen und weitere Aktivitäten verbreitet, die oft mit Beteiligung von Impfexperten der WHO und ihrer Partnerorganisationen stattfinden. Die Höhepunkte werden nach der Veranstaltung im EIW-Jahresbericht veröffentlicht.

Hintergrund

Die EIW wurde 2005 erstmals auf breiter Ebene veranstaltet, um die Erfolge des Impfwesens zu feiern und die zentrale Botschaft zu vermitteln, dass Impfungen Menschenleben retten. Seit ihren Anfängen hat sich die Initiative zu einer der öffentlichkeitswirksamsten gesundheitspolitischen Kampagnen in der Europäischen Region entwickelt. Die EIW wird von Ministerien, Instituten für öffentliche Gesundheit, Gesundheitsfachkräften und anderen Personen bei ihren Bemühungen um Aufrechterhaltung bzw. Erhöhung der Impfraten genutzt.

Impfungen tragen entscheidend zur Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung bei

In der EIW wird nicht nur auf die bereits erzielten Fortschritte bei der Verringerung der Bedrohung durch impfpräventable Krankheiten aufmerksam gemacht, sondern auch auf die vielen Menschen in der Europäischen Region, die die schützende Wirkung von Impfmaßnahmen immer noch nicht in Anspruch nehmen können. So sind weitere Anstrengungen notwendig, um Impflücken zu schließen und dafür zu sorgen, dass niemand zurückgelassen wird.

Der Europäische Impfaktionsplan (EVAP) enthält eine Zukunftsvision von einer „Europäischen Region ohne impfpräventable Krankheiten, in der alle Länder ihren Bürgern während des gesamten Lebensverlaufs einen chancengleichen Zugang zu hochwertigen, sicheren und bezahlbaren Impfstoffen und Impfmaßnahmen gewähren“. Die Verwirklichung dieser Vision ist entscheidend im Hinblick auf die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und insbesondere ihres Nachhaltigkeitsziels 3: „gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“.