Zeit zum Handeln – Hochrangige Konferenz der Europäischen Region der WHO zum Thema nichtübertragbare Krankheiten Verwirklichung der Zielvorgaben aus den Zielen für nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Region der WHO durch Prävention und Bewältigung nichtübertragbarer Krankheiten im gesamten Lebensverlauf

Ahmet Hallyyev

Aschgabat (Turkmenistan), 9.–10. April 2019

2018 – ein Jahr bahnbrechender Fortschritte bei der Prävention und Bewältigung nichtübertragbarer Krankheiten

Das Jahr 2018 stand im Zeichen einer unglaublichen weltweiten Mobilisierung für die Prävention und Bewältigung nichtübertragbarer Krankheiten. Dabei weiteten die Mitgliedstaaten, die WHO und ihre Partnerorganisationen ihre Zusagen und ihren Aktionsradius aus, um ehrgeizige Zielvorgaben zu erreichen.

Die dritte Tagung der Vereinten Nationen auf hoher Ebene über nichtübertragbare Krankheiten wird zusammen mit einer Reihe hochrangiger internationaler Tagungen und Konferenzen über Themen wie die Reaktion der Gesundheitssysteme auf nichtübertragbare Krankheiten, die primäre Gesundheitsversorgung, die globale psychische Gesundheit und Luftverschmutzung der Hochrangigen Konferenz der Europäischen Region zum Thema nichtübertragbare Krankheiten als Rahmen und Hintergrund dienen. Die Veranstaltung findet am 9. und 10. April 2019 in Aschgabat (Turkmenistan) statt.

Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten: vom globalen Bekenntnis zu lokalem Handeln

Auch wenn die Mitgliedstaaten in der Europäischen Region bei der Inangriffnahme der globalen Ziele für die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten erhebliche Fortschritte erzielt haben, so ist es jetzt doch an der Zeit, eine Bestandsaufnahme durchzuführen und die nächsten Schritte zur Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) bis 2030 und zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten innerhalb der Europäischen Region festzulegen.

So sind größere Fortschritte in Bereichen wie Tabakkonsum, Alkoholmissbrauch, Adipositas, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Bluthochdruck und Diabetes erforderlich. Im April 2019 bleiben nur noch elf Jahre zur Erfüllung der Zielvorgaben aus den SDG und zur möglichen Rettung von Millionen Menschenleben.

Die Konferenz wird sich mit den Zusagen aus der Tagung der Vereinten Nationen auf hoher Ebene über nichtübertragbare Krankheiten befassen und soll den Ländern bei deren Umsetzung behilflich sein. Dies schließt eine verstärkte Integration der Bereiche psychische Gesundheit und Luftreinhaltung in die Ziele für nichtübertragbare Krankheiten ein.

Die Konferenz soll den dringenden Handlungsbedarf und die zunehmenden Folgen von Untätigkeit verdeutlichen und sich mit der Frage befassen, wie die weltweiten Verpflichtungen und Erfahrungen auf der Ebene der Länder in die Tat umgesetzt werden können.

Psychische Gesundheit und Luftreinhaltung: Neuausrichtung der Maßnahmen zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten

Der Aktionsplan zur Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten in der Europäischen Region der WHO (2016–2025) beinhaltet Interventionen für die Förderung der psychischen Gesundheit und der Reinhaltung der Luft. Er wird von spezifischen Rahmen zur Bekämpfung der vier zentralen Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten unterstützt: Tabakkonsum, Alkoholmissbrauch, schlechte Ernährung und Bewegungsmangel.

Die Tagung der Vereinten Nationen auf hoher Ebene über nichtübertragbare Krankheiten bestätigte auf der globalen Ebene die Erweiterung des Aktionsbereichs um eine fünfte Komponente – psychische Gesundheitsprobleme (zusätzlich zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegserkrankungen und Diabetes) – und die Ergänzung eines fünften Risikofaktors: Luftverschmutzung.

Die Konferenz in Aschgabat wird eine entscheidende Gelegenheit zur Erörterung der Frage bieten, wie Verpflichtungen auf der globalen und regionsweiten Ebene in ressortübergreifende Maßnahmen auf der Länderebene mit einer Vielzahl von Akteuren in verschiedenen Umfeldern umgesetzt werden können.