Jahrestagung der Nationalen Gesunde-Städte-Netzwerke in der Europäischen Region der WHO

Lissabon, 29.–31. Mai 2019

Im Januar 2019 ist das Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO in Phase VII (2019–2024) seiner Arbeit eingetreten. Damit läuft in ihrem 31. Jahr eine neue Arbeitsphase für die regionsweite Bewegung an. In den 30 Jahren seines Bestehens hat das Netzwerk über 100 designierte Städte und etwa 30 akkreditierte nationale Netzwerke zur Stärkung gesunder Städte zusammengebracht. Der Erfolg dieser Bewegung innerhalb der Europäischen Region hat auch auf globaler Ebene Aufmerksamkeit erregt und das Netzwerk wurde daraufhin aufgefordert, sein Wissen, seine Arbeit und seine Erfahrungen mit Partnern anderer Gesunde-Städte-Bewegungen in anderen WHO-Regionen auszutauschen.

Die nationalen Netzwerke stellen eine wichtige Säule der Gesunde-Städte-Bewegung in der Europäischen Region dar. Nationale Netzwerke bieten den Mitgliedstädten fachliche und strategische Unterstützung bei deren Bemühungen um mehr Gesundheit und Wohlbefinden für alle, den Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten und die Überwindung von Barrieren für die Umsetzung der von der WHO inspirierten und der nationalen Rahmenkonzepte auf kommunaler Ebene. Jedes nationale Netzwerk hat sich gemäß den speziellen Bedürfnissen seiner Mitglieder, den verfügbaren Ressourcen und den jeweiligen kulturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen entwickelt. Die vorrangige Aufgabe für die nächste Arbeitsphase besteht darin, die nationalen Netzwerke zu stärken und sie im Hinblick auf die Übernahme einer Führungsrolle bei Ausbau und Unterstützung der Gesunde-Städte-Bewegung in der gesamten Region und darüber hinaus zu unterstützen.

An der Jahrestagung der Nationalen Gesunde-Städte-Netzwerke in der Europäischen Region der WHO werden politische Vertreter und Koordinatoren der Netzwerke, Vertreter der Gesundheitsministerien der Mitgliedstaaten in der Europäischen Region, nationale Ansprechpersonen für die WHO und nationale fachliche Ansprechpersonen aus den Ländern, fachliche Experten der WHO sowie Vertreter der Gesunde-Städte-Bewegungen in anderen Regionen der WHO teilnehmen. Die Tagung wird der Frage nachgehen, wie sich die in der Charta von Belfast für Gesunde Städte aufgeführten Pläne und Prioritäten der Phase VII sowie der Umsetzungsrahmen für Phase VII des Gesunde-Städte-Netzwerks der Europäischen Region der WHO umsetzen lassen und wie sich ein Austausch über Ansätze und gewonnene Erkenntnisse aus 30 Jahren der Gesunde-Städte-Bewegung erzielen lässt.

Ziele

Die Tagung verfolgt vier zentrale Ziele:

  1. Bestandsaufnahme der nationalen Netzwerke in der Europäischen Region im Kontext der strategischen Ziele und Zielsetzungen sowie des Umsetzungsrahmens für Phase VII der nationalen Netzwerke;
  2. Nennung von Beispielen für gute Praxis und Darstellung von Wegen zur Stärkung von Synergieeffekten und zur Verbesserung der Kohärenz zwischen Netzwerken und nationalen Ansprechpersonen im Rahmen der Umsetzung von Phase VII;
  3. Austausch über Beispiele für gute Praxis und gewonnene Erkenntnisse und Erörterung von Möglichkeiten zur Stärkung der wissenschaftlichen und fachlichen Unterstützung für die nationalen Netzwerke;
  4. Erörterung der Ausarbeitung eines Aktionsplans und eines Rahmens für Indikatoren und Rechenschaftsverfahren für die nationalen Netzwerke im Rahmen von Übungen, die als Führungstraining konzipiert sind.

Ergebnisse

Die Tagung wird auf fünf wesentliche Ergebnisse hinarbeiten:

  1. Bestandsaufnahme über die Arbeit der nationalen Netzwerke im Hinblick auf den Umsetzungsrahmen für Phase VII in der Europäischen Region, u. a. in Bezug auf Stärken, Defizite und Chancen;
  2. Identifizierung von Fallstudien über gute Praxis und von Ansätzen zur Stärkung von Synergieeffekten und zur Verbesserung der Kohärenz zwischen Netzwerken und nationalen Ansprechpersonen im Rahmen der Umsetzung von Phase VII;
  3. Identifizierung von guter Praxis bei der wissenschaftlichen und fachlichen Unterstützung für die nationalen Netzwerke;
  4. Skizzierung eines Aktionsplans und eines Wirkungs- und Rechenschaftsrahmens für die nationalen Netzwerke;
  5. Identifizierung neuer Instrumente für ein Training im Bereich Führungsqualitäten.

Weitere Auskünfte erhalten Sie über folgende E-Mail-Adresse: eurohealthycities@who.int