Veröffentlichung des ersten WHO-Berichts zur Evidenzgrundlage über Künste und Gesundheitsinterventionen

Helsinki, 11. November 2019

In Helsinki wird der erste Bericht der WHO zur Evidenzgrundlage über Künste und Gesundheitsinterventionen veröffentlicht. Der zusammenfassende Bericht des Health Evidence Network (HEN) gibt einen Überblick über die weltweite wissenschaftliche Literatur in englischer und russischer Sprache. Er verweist auf über 900 Publikationen, darunter 200 Untersuchungen von 3000 weiteren Studien. Damit ist der Bericht aktuell die umfassendste Bestandsaufnahme der vorliegenden Evidenz zum Thema Künste und Gesundheit.

Die Veranstaltung zur Veröffentlichung

Die Veröffentlichung erfolgt am Montag, 11. November 2019 von 8.00 bis 11.00 MEZ im Terrassenfoyer des Musikzentrums Helsinki. Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich.

Die Veranstaltung wird über die Website des WHO-Regionalbüros für Europa live im Internet übertragen. Klicken Sie auf den unten stehenden Link, um die Veranstaltung live mitzuverfolgen. Weitere Informationen zum Programm werden zu gegebener Zeit folgen.

Anfragen von Presse und Medien

Journalisten und Mitarbeiter von Funk und Fernsehen erhalten vor der offiziellen Veröffentlichung Zugang zum HEN-Bericht und dem begleitenden Medienmaterial, jedoch verbunden mit einem strengen Veröffentlichungsverbot. Für den vorzeitigen Zugang zu Bericht und Medienmaterial und für Interviewanfragen mit den Autoren des Berichts wenden Sie sich bitte an Andrea Scheel (scheela@who.int).

Hintergrund

Interventionen im Rahmen der Künste, wie das Singen in einem Chor zur Linderung chronisch obstruktiver Lungenerkrankungen, werden als nichtinvasive, risikoarme Behandlungsoptionen angesehen. In den Mitgliedstaaten werden derartige Interventionen zunehmend in Ergänzung traditionellerer, biomedizinischer Behandlungen genutzt.

Die in dem Bericht zusammengefasste Evidenz wird genutzt, um Vorschläge zu unterbreiten, wie man die Künste, die soziale Versorgung und das Gesundheitswesen miteinander verflechten kann, um Gesundheit und Wohlbefinden im gesamten Lebensverlauf und über das gesamte Kontinuum der Versorgung hinweg zu fördern.

Das WHO-Regionalbüro für Europa und die Mitgliedstaaten in der Region erkennen die Bedeutung von Kultur für die Gestaltung von Gesundheit und Wohlbefinden im gesamten Lebensverlauf an. Das Projekt zu den kulturellen Rahmenbedingungen von Gesundheit und Wohlbefinden wurde als eine interdisziplinäre Initiative innerhalb der WHO ins Leben gerufen und verfolgt einen systematischen Ansatz, um zu verstehen, wie Vorstellungen über, der Zugang zu und die Erfahrungen mit Gesundheit und Wohlbefinden durch die Kultur beeinflusst werden.

Durch die Ergänzung quantitativer Daten um qualitative Forschung aus den Sozial- und breiteren gesundheitsbezogenen Humanwissenschaften kann das Projekt zu einem besseren Verständnis von den Bedürfnissen, Werten, Vorstellungen und Erfahrungen der Menschen im Hinblick auf die Welt um sie herum beitragen und so die Gesundheit und das Wohlbefinden für alle verbessern. Der HEN-Bericht zum Thema Künste und Gesundheit wurde im Rahmen dieser Arbeit erstellt. Weitere Informationen über das Projekt zu den kulturellen Rahmenbedingungen von Gesundheit und Wohlbefinden finden Sie unter dem nachstehenden Link.

Die Veranstaltung zur Veröffentlichung des Berichts wird in Zusammenarbeit mit dem Taikusydän-Koordinationszentrum für Kunst und Gesundheit, der Universität für Angewandte Wissenschaften in Turku, dem finnischen Zentrum zur Förderung der Künste, ArtsEqual, der Universität der Künste Helsinki, der zentralen Organisation für finnische Kultur- und Kunstverbände KULTA, das finnische Ministerium für Bildung und Kultur, das finnische Ministerium für Soziales und Gesundheit und dem Wellcome Trust organisiert.