Zweite Fachtagung zu personellen Ressourcen im Gesundheitswesen der kleinen Länder in der Europäischen Region der WHO

Venedig, 9.–10. Dezember 2019

Am 9. und 10. Dezember 2019 veranstaltet das in Venedig angesiedelte und dem WHO-Regionalbüro für Europa unterstehende Europäische Büro der WHO für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung die zweite Fachtagung zu personellen Ressourcen im Gesundheitswesen der kleinen Länder in der Europäischen Region der WHO.

Moderiert wird die Veranstaltung von Gabrielle Jacob, der Leiterin des Programms Humanressourcen für Gesundheit beim WHO-Regionalbüro für Europa, unterstützt durch Jim Buchan, Berater der WHO beim Programm Humanressourcen für Gesundheit, und Natasha Azzopardi-Muscat, Vorsitzende der European Public Health Association, Beraterin beim Gesundheitsministerium von Malta und Dozentin der Fakultät für Gesundheitsmanagement an der Universität von Malta, wo sie auch die Ko-Leitung über das WHO-Kooperationszentrum für Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik in kleinen Ländern innehat.

Im Rahmen der Veranstaltung werden Experten des Bereichs Humanressourcen für Gesundheit aus den elf an der Initiative kleiner Länder beteiligten Ländern (Andorra, Estland, Island, Lettland, Luxemburg, Malta, Monaco, Montenegro, San Marino, Slowenien und Zypern), Vertreter der Kanarischen Inseln (Spanien) und der autonomen Region Madeira (Portugal) sowie Fachleute der WHO die Möglichkeiten für einen integrierten Ansatz zum Aufbau eines nachhaltigen, widerstandsfähigen Personalangebots im Gesundheitswesen in kleinen Ländern erörtern.

Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird dabei auf der Postgraduiertenausbildung und der Überwachung und Steuerung der Arbeitskräftemobilität liegen – jenen zwei vorrangigen Bereichen, die bei der ersten Fachtagung in Venedig im Dezember 2018 ermittelt wurden:

Postgraduiertenausbildung

Das Angebot einer umfassenden fachlichen Postgraduiertenausbildung für Gesundheitsfachkräfte bringt Herausforderungen mit sich. Hier ist eine länderübergreifende Zusammenarbeit gefragt. Dieses Thema wird während der Veranstaltung eingehend behandelt. Dabei wird ein Arbeitsmarktansatz zum Einsatz kommen.

Überwachung und Steuerung der Arbeitskräftemobilität

Kleine Länder können besonders anfällig für eine selbst geringfügige Abwanderung von Gesundheitsfachkräften sein und sind möglicherweise auf international angeworbenen Fachkräfte angewiesen. Die Erhöhung der Kapazitäten für die Überwachung der Mobilität im Bereich der Humanressourcen für Gesundheit und die Förderung von Handlungskonzepten zur Steuerung der Arbeitskräftemobilität im Gesundheitswesen, einschließlich bilateraler Vereinbarungen, können dazu beitragen, die Situation zu entschärfen. Auch diesem Thema wird sich die Veranstaltung widmen, ebenso wie dem Potenzial der kürzlich eingerichteten globalen Plattform für die Mobilität des Gesundheitspersonals, mit der die Umsetzung des Globalen Verhaltenskodex der WHO für die grenzüberschreitende Anwerbung von Gesundheitsfachkräften vorangetrieben werden soll.