
Der Anteil der Raucherinnen in der Europäischen Region der WHO ist je nach Land sehr verschieden, doch lassen sich insgesamt drei Gruppen von Ländern unterscheiden.
In der gesamten Region ist der Abstand zwischen den Geschlechtern in Bezug auf das Rauchen in der jüngeren Generation geringer. Gemäß dem Global Youth Tobacco Survey (GYTS), der sich auf den Zeitraum von 1999 bis 2009 erstreckt, hatten 21% der Jungen und 17% der Mädchen in den 30 Tagen vor ihrer Befragung Zigaretten geraucht.
Die Tabakindustrie hat ihre Vermarktungskonzepte so verändert, dass sie Unterschiede zwischen den Ländern gezielt ausnutzt, und ihre Bemühungen verstärkt auf Mädchen konzentriert. Zwar werden Geschlechterrollen und -normen schon seit fast einem Jahrhundert berücksichtigt, doch haben neuere Ereignisse wie die Auflösung der Sowjetunion den Herstellern neue Absatzmärkte eröffnet. So hat der Zigarettenkonsum in der Russischen Föderation zwischen 1992 und 2003 rapide zugenommen und die Raucherquote der Frauen hat sich mehr als verdoppelt.
Liuba Negru
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
WHO-Regionalbüro für Europa
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